Sie sind hier: Startseite > Kleines Lexikon > Fasten
Fasten
FASTEN - als Verzicht auf Essen und Trinken - kommt in allen Religionen als Zeichen der Vorbereitung oder der Buße vor. Es ist nicht typisch christlich!
FASTEN wird unterschiedlich gesehen: als etwas, was der Mensch sich Gutes tut, als etwas, was der Mensch seinem Gott zu liebe tut - aber auch als ein "frommes Werk", mit dem jemand Gottes Güte erlangen will.
FASTEN kann Zeichen der Trauer sein (wenn man einen lieben Menschen verloren hat - z.B. David, nach dem Tod seines Sohnes!); Fasten kann aber auch Zeichen der Demütigung vor Gott sein (z.B. Hiob).
Bestimmte FASTENTAGE gibt es in ISRAEL - z.B. der "Große Versöhnungstag" (Jom Kippur), an dem der Priester im Heiligtum die Sühne für die Sünden des ganzen Volkes vollzog (siehe 3.Mose 16,29-31).
Am Ende des Kirchenjahres befassen wir uns mit den "letzten Dingen", d.h. mit dem Ende dieser Welt, mit ihrem Gericht, und dem, was auf unser eigenes Ende folgt. Wo aber Tod, Gericht und Ewiges Leben in diesen letzten Wochen des Kirchenjahres besonders betont sind, da kommt auch die Frage auf, wie wir in all dem bestehen werden. Und damit kommen wir zum Thema der Buße und des Fastens.
So gibt es seit Beginn der Kirche Buß- und Bettage, die mit Fasten und Gebet begangen wurden.
Heute ist uns nur der Tag in der Mitte der vorletzten Woche des Kirchenjahres als kirchlicher Buß- und Bettag erhalten. Allerdings ist es den Gemeinden freigestellt, weiter Bittage zu begehen (sogenannte Bitttage und Bittgottesdienste).